3. Juni 2026

Arbeitssicherheit an Biege- und Schneidemaschinen: Die Regeln, die Unfälle verhindern

Betonstahlverarbeitung gehört zu den kraftintensivsten Prozessen auf dem Bau. Maschinen, die 40 mm Stahl schneiden, verzeihen keine Nachlässigkeit. Die gute Nachricht: Nahezu alle Unfälle an Biege- und Schneidemaschinen folgen denselben Mustern und sind vermeidbar.

Die drei häufigsten Unfallursachen

Erstens: Eingreifen in den Biegebereich während des Zyklus, oft um einen verrutschten Stab zu korrigieren. Zweitens: fehlende oder überbrückte Schutzeinrichtungen. Drittens: unzureichende Einweisung neuer Mitarbeiter. Alle drei sind organisatorisch lösbar, bevor Technik überhaupt ins Spiel kommt.

Persönliche Schutzausrüstung

Ohne Ausnahme: Sicherheitsschuhe S3, Schutzhandschuhe mit Schnittschutz, Schutzbrille beim Schneiden. Eng anliegende Kleidung ist Pflicht, denn rotierende Biegeteller erfassen lose Ärmel gnadenlos. Gehörschutz ist bei Dauerbetrieb in der Halle dringend zu empfehlen.

Was die Maschine mitbringen muss

Eine sichere Maschine erkennen Sie an: CE-Kennzeichnung mit Konformitätserklärung, Not-Aus-Schaltern an allen Bedienpositionen, Totmannschaltung über Pedal oder Zweihandbedienung sowie mechanischen Schutzabdeckungen an Antrieb und Messern. GMS Maschinen erfüllen diese Anforderungen serienmäßig, denn Sicherheit ist keine Sonderausstattung.

Organisation schlägt Improvisation

Definieren Sie eine Regel, die nie gebrochen wird: Korrekturen am Werkstück nur bei stillstehender Maschine. Jeder neue Mitarbeiter erhält eine dokumentierte Einweisung an der konkreten Maschine. Prüfen Sie Sicherheitseinrichtungen wöchentlich, nicht jährlich. Und halten Sie den Arbeitsbereich frei: Stolperfallen aus Stahlresten sind eine unterschätzte Unfallquelle.

Fazit

Sichere Maschinen, klare Regeln, konsequente Einweisung. Arbeitssicherheit kostet Minuten und spart Existenzen. Fragen zur Sicherheitsausstattung unserer Maschinen beantworten wir gern über das Kontaktformular.

Häufige Fragen (FAQ)

Ist eine Zweihandbedienung an Biegemaschinen Pflicht? Maschinen müssen so gestaltet sein, dass der Bediener während des Biegezyklus nicht in den Gefahrenbereich greifen kann. Zweihand- oder Pedalbedienung mit Totmannfunktion sind die etablierten Lösungen.

Wie oft müssen Not-Aus-Schalter geprüft werden? Empfohlen ist eine wöchentliche Funktionsprüfung durch den Bediener und eine dokumentierte Prüfung im Rahmen der Jahresinspektion.

Dürfen Auszubildende an Schneidemaschinen arbeiten? Nur nach dokumentierter Einweisung und unter Aufsicht, abhängig von den nationalen Vorschriften. Die Einweisung an der konkreten Maschine ist in jedem Fall Voraussetzung.

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